Zámek Klášterec nad Ohří

   
 







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Zámek je celoročně přístupný!!!

          Provozní doba:

  • duben až září
    denně 9-17 hodin
  • říjen - březen
    středa až neděle: 9-15 hodin
    Ostatní dny pro organizované skupiny po předchozí závazné rezervaci!!!
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Familiengruft der Stammlinie Thun – Hohenstein in Klösterle

Familiengruft der Stammlinie Thun – Hohenstein in Klösterle


Michael Oswald begann 1665 die Dreifaltigkeitspfarrkirche nach den gerade ausgearbeiteten Plänen des italienischen Architekten Carlo Luraga zu bauen. Mit dem eigentlichen Bau wurde der Baumeister und Stuckateur Rosi de Luca beauftragt und er endete 1670 mit der Weihung der Kirche. Mit der Kirche wurde gleichzeitig eine frühbarocke Gruft erbaut, die sich unter dem Presbyterium, direkt unter dessen Hauptaltar befindet. Die Gruft hat denselben Grundriss wie das Presbyterium, hat ein Kufengewölbe und war damals über eine Treppe vom Presbyterium der Kirche aus zugänglich.

In dieser Gruft wurde als erster 1694 der Kirchenerbauer Michael Oswald beigesetzt. Dann im Jahr 1714 Franz Pad. Anton und im Jahr 1763 Marie Philippina, geb. von Harrach. Danach wurde die Gruft geschlossen, weil in Gruften keine Begräbnisse mehr stattfanden.

1853 beschloss Josef Oswald eine grundlegende Erneuerung der Gruft. Gleichzeitig versprach er, die amtlichen Gesundheitsvorschriften, die Begräbnisse in geschlossenen Räumen betreffen, zu respektieren, was bedeutete, den Zugang zur Gruft von der Kirche aus zu schließen und einen neuen Eingang von außen zu schaffen, wobei Lüftungsöffnungen eingebaut und nur balsamierte Körper der Verstorbenen beigesetzt werden. Die Realisierung dieser Absicht verzögerte sich wegen des Großbrandes 1858. Der Umbau begann so erst 1861. Über dem Treppenweg, der von außen in die Gruft führt, wurde ein Gebäude gebaut und eine relativ hohe Einfriedungsmauer, die den Bereich vor der langen Seitenwand der Kirche mit neuem Oratorium und der Gruft trennt.

Familiengruft der Stammlinie Thun – Hohenstein in Klösterle Familiengruft der Stammlinie Thun – Hohenstein in Klösterle Familiengruft der Stammlinie Thun – Hohenstein in Klösterle

Im Frühjahr 1950 kam es zur Überschwemmung der Gruft. Die Särge wurden zum Friedhof gebracht und sieben von ihnen wurden in einem kleinen Grabmal unterhalb der Totenkapelle gegenüber der Kirche Jungfrau Maria begraben. Zwei Särge wurden wahrscheinlich an anderen Stellen auf dem Friedhof begraben. Die alte leere Gruft unter der Kirche, die lange Zeit offen und zugänglich war, verfiel seitdem immer mehr. Mit der Geschichte von Klösterle und in dem Zusammenhang auch mit der der Thun-Hohensteiner befasste sich über Jahre Dr. Jiří Kynčil. Auf Grund seiner Initiative hin beschloss 1991 der Stadtrat, an der Spitze mit dem Bürgermeister Ing. Zdeněk Šroubek, die Erneuerung der Gruft. Mit der Gesamtrealisierung wurde die Firma KAPPA (Ing. Vladimír Janda) aus Chomutov beauftragt. Bis zum Herbst 1991 blieben die Särge im Grab auf dem Friedhof, dann wurden sie provisorisch in der rechten Sakristei der Kirche Jungfrau Maria gelagert und danach im Schloss.

Die eigentliche Rekonstruierung der Gruft begann im Frühjahr 1992. Während der Bauarbeiten wurde die Steinplatte mit Porzellantafeln von der heutigen Stirnwand der Gruft am Ort des damaligen Eingangs vom Presbyterium der Kirche abgenommen, wobei hinter der Platte geringe Mengen sterblicher Überreste bereits genannter Familienmitglieder der Thuns gefunden wurden sowie drei sich auf sie beziehende Zinntafeln. In der Zwischenzeit arbeiteten hiesige Künstler, Karel Meloun mit Sohn David und Josef Bernášek, an Werken, die unseren restaurierten Raum bedeutsam ergänzen. Es handelt sich dabei um Schmiedearbeiten – die Eingangstür, Schmiedehandgriffe an der Treppe und dann die bemerkenswerte Gitterwand mit zentralem Tor, die den zugänglichen Teil der Gruft abschließt – aus der Künstlerwerkstatt von Karel und David Meloun. Der Maler Josef Bernášek ist Autor der wunderschönen farbigen Ahnentafel – Lebensbaum – der hiesigen Thun Hohensteiner, zusammengestellt von Dr. Kynčil, mit Porzellantafeln – mit heraldischen Namensschildern der einzelnen Mitglieder, die weiter ergänzt wird Der altertümliche Steinsockel mit Lavabo, der sich in der rechten Ecke der Gruft befindet, wurde ebenfalls von Karel Meloun restauriert.

Familiengruft der Stammlinie Thun – Hohenstein in Klösterle Familiengruft der Stammlinie Thun – Hohenstein in Klösterle Familiengruft der Stammlinie Thun – Hohenstein in Klösterle

Die Umarbeiten fuhren auch 1993 fort. Anfang Mai wurden die oberflächenbehandelten Särge vom Schloss in die alte Gruft überführt und am 4. Juni wurde die Gruft feierlich eröffnet und gleichzeitig durch den Leitmeritzer Bischof Mons. Dr. Josef Koukl geweiht.

In der Gruft befinden sich zur heutigen Zeit in einer gläsernen Vitrine die Gebeine von:

  • Michael Oswald (1631-1694) – Schädel und einige Knochen
    Begründer des Majorats Klösterle, Pětipsy, Benešov n. Ploučnicí, Žehušice und Markvartice), Majoratsherr, Restaurator des hiesigen Schlosses und Parks, Bauherr der Dreifaltigkeitskirche, zweier Paläste in Prag, Barockkavalier und Unterstützer von Künstlern.
  • Maria Philippina, geb. von Harrach (1693 – 1763) – Schädel
    Ehefrau von Johann Franz Josef, Mutter von Josef Antonin, während seiner Unmündigkeit verwaltete sie als sein Vormund das Majorat.
  • Franz Pad. Anton (1713 – 1714) – die Gebeine dieses Kindes waren nicht auffindbar, nur ein Schuh
    Sohn von Johann Franz Josef

In Metallsärgen sind hier außerdem die Gebeine folgender Familienmitglieder beigesetzt:

  • Josef Mathias (1794 – 1868)
    Majoratsherr, Mitglied der königlich–böhmischen Gesellschaft der Lehren, Philologe, Übersetzer von Volksliedern, der Königinhofer Handschrift und weiter in die deutsche Sprache, einer der Führer der Ständeopposition gegen die Regierung, Mitglied des Nationalausschusses 1848 usw.
  • Karel (1803-1876)
    Sohn von Josef Johann Sabbas aus der 2. Ehe mit der bürgerlichen Eleonora Fritschová, Bruder von Josef Mathias, General, Feldzeugmeister, Eigentümer des kaiserlich-königlichen Infanterieregiments Nr.99.
  • Josef Oswald II. Thun-Hohenstein-Salm-Reifferscheid (1849-1913)
    Majoratsherr, Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies, Diplomat, Bürgermeister in Klösterle in den Jahren 1876-1913.
  • Josef Oswald I. (1817-1883)
    Majoratsherr, in den Jahren 1861-1876 Bürgermeister in Klösterle.
  • Erwein (1858-1870)
    Sohn von Siegmund Ignaz Karl und Enkel von Josef Mathias, Student.
  • Johanna, geb. von Salm-Reifferscheid (1827-1892)
    Ehefrau von Josef Oswald I.
  • Franziska, geb. von Thun-Hohenstein Linie Ronšperk-Benátky (1796-1883)
    Ehefrau von Josef Mathias.