Zámek Klášterec nad Ohří

   
 







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Zámek je celoročně přístupný!!!

          Provozní doba:

  • duben až září
    denně 9-17 hodin
  • říjen - březen
    středa až neděle: 9-15 hodin
    Ostatní dny pro organizované skupiny po předchozí závazné rezervaci!!!
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Geschichte des Schlosses

Geschichte des Schlosses


Das Schloss Klösterle, eingebettet in die Landzunge des Flusses Eger zu Füßen des Erzgebirges, gehört zu den bedeutendsten historischen Gebäuden in Nordwestböhmen. Der Name des Schlosses und der Stadt ist die alttschechische Bezeichnung für „kleines Kloster“ (abgeleitet aus dem lateinischen claustrellum), das 1250 an der Stelle der heutigen Stadt von den Benediktinern aus dem nahen Postoloprty gegründet wurde. Die Klosterwaren gingen aber schon 1277 in das Eigentum der Königskammer über. Neue Eigentümer wurden früh die Herren von Schumburk, die es bis 1449 verwalteten. Danach war Klösterle kurz in Besitz von Vilém von Liburg, bis es 1453 vom Rittergeschlecht der Fictums gekauft wurde, das ebenfalls in Besitz der nahen Burg Schumburk war. Volf Dětřich Fictum gründete an der Stelle des heutigen Schlosses einen neuen Stammsitz, der dann von seinen Söhnen erweitert wurde. Volfs Enkel Kryštof Fictum baute die alte Festung zu einem Renaissanceschloss um, dessen Kern zusammen mit dem Turm im Ostflügel des heutigen Schlosses erhalten blieb. Von der Qualität der Renaissanceform des Schlosses zeugen Fragmente des Sgraffitoputzes, die Stuckverzierung an fünf Sälen im Ostflügel des Gebäudes und das Allianzwappen Kryštof Fictums und seiner Gattin Voršila geb. Šliková, das sich über dem Turmportal befindet. Die Jahreszahl 1590 im Wappen datiert die Vollendung der Renaissance- Bauphase des Schlosses.

Das Fictumer Eigentum wurde wegen Teilnahme am Ständeaufstand 1621 konfisziert und anschließend im Jahr 1623 an Kryštof Šimon Freiherr von Thun (1582-1635) verkauft. Kryštof Šimon erwarb in Nordwestböhmen einen umfangreichen Besitz und wurde 1629 wegen treuer Dienste an den Kaiser zusammen mit weiteren Stammesangehörigen von Ferdinand II. in den Stand des Reichsgrafen mit dem Titel Hohenstein (nach dem rheinischen Grafentum als Kaiserpfand erworben) erhoben. 1628 übergab er die Ländereien in Böhmen zur Haltung an seinen Bruder Jan Cyprián (1569-1631), der Gründer des böhmischen Grafenzweigs Thun von Hohenstein wurde. Während der Verwaltung durch seinen Sohn Jan Sigmund (1594-1646), zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, wurde 1639 und 1646 das Schloss und seine Umgebung durch schwedische Heerscharen geplündert und ausgebrannt.
So sah sich Mitte des 17. Jahrhunderts der Nachkomme von Jan Sigmund, Michal Oswald Thun (1631-1694) gezwungen, einschneidende Umbauten an der Residenz vornehmen zu lassen. Mit der Realisierung im Styl des frühen Barocks wurde 1666 der italienische Architekt Rossi de Lucca beauftragt. Das Schloss bekam eine vierflügelige Anordnung, wurde umringt vom neu angelegten Park mit Sala Terrena (Parterresaal) und dem seitlichen Arkadengang. Der Skulpturenschmuck aus den Jahren 1685-1687 stammt von Jan Brokof, Vater des berühmten Ferdinand Maximilian Brokof. Weitere herausragende bauliche Aktivitäten Michal Oswalds sind insbesondere der Palast auf dem Hradčan Markt in Prag, später Toskánský genannt, erbaut nach dem Projekt des berühmten Architekten Baptista Mathey.
Michal Osvald hatte keine männlichen Nachkommen und so erbte die Mehrheit seiner Besitztümer sein jüngerer Bruder Maximilián (1638-1701), der dann selbst die Děčiner Majorität gründete. Diese Familienbesitze erbte dann Maximiliáns Sohn Jan František Josef (1686-1720). 1786 verteilte sein Sohn Jan Josef Antonín (1711-1788) diese Majoritäten an seine Nachkommen, wobei die Majorität Klösterle František Josef (1734-1800) bekam. Zu dieser Zeit (1784) brannte das Schloss erneut aus und wurde durch den Baumeister August Gruber wieder erneuert.
Nach dem Tod von František Josef 1800 übernahm die Majorität Klösterle sein Sohn Josef Jan Graf Thun, dessen Name mit der Gewinnung der kürzlich gegründeten Porzellanmanufaktur verbunden ist (1794), die dann bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts im Besitz der Familie Thun Hohenstein war. Ein weiterer Besitzer von Klösterle war Josef Matyáš (1794-1868), ein bedeutender Vertreter des böhmischen öffentlichen Lebens, Geheimrat, Erbmitglied des Herrenparlaments und Mitglied der Königlich – böhmischen Gesellschaft der Lehren. Während der Zeit, in der die Majorität Josef Oswald besaß, wurde das Schloss nach dem Brand 1856 das letzte Mal bedeutend umgebaut. Nach dem Projekt von Václav Hagenau wurde es im damals modernen neugotischem Styl in die heutige Form gebracht. Im gleichen Sinn wurde auch der Schlosspark vergrößert und verändert. Nach 1918 wurden nur noch kleinere Bauarbeiten durchgeführt, wobei die ursprüngliche Einfahrt in das Objekt zugemauert und eine neue im Südteil desselben Flügels geschaffen wurde und die Terrasse aus dem Jahr 1817 erhöht wurde. Erst nach dem Tod Oswald III. Thun 1942 endete die mehr als dreihundertjährige Ära, in der das Schloss Klösterle in kontinuierlichem Besitz der Familie Thun-Hohenstein war.

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Nach dem zweiten Weltkrieg ging das Schloss in Staatsbesitz über und in den Jahren 1950-1952 wurde das wertvolle Renaissance – Interieur restauriert. In diesen Jahren kam auch die Idee auf, im Schloss eine Ausstellung böhmischen Porzellans aus den Sammlungen des Kunstgewerbemuseums in Prag zu installieren, dass zum einen an die Gründung von Klösterle in einer der bedeutendsten Gegend der böhmischen Porzellanindustrie erinnert, und auch an die Existenz der Porzellanfabrik in Klösterle, die zweitälteste in Böhmen, die noch heute zu unseren wichtigsten Porzellanproduzenten zählt. Der Eingangsteil der Ausstellung befindet sich im Erdgeschoß des Schlosses in Renaissancesälen mit ursprünglicher Stuckverzierung, wo asiatisches und älteres europäisches historisches Porzellan zu bewundern ist. Der Hauptteil der Ausstellung befindet sich in der ersten Etage, wo in zwanzig Zimmern sogenannte Piana nobile (Repräsentationsetage) im Kontext von stilvollem Mobiliar die Entwicklung des böhmischen Porzellans ab seinem Beginn 1972 bis hin zur modernen Produktion aus dem 20. Jahrhundert gezeigt wird.

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